TERMINOLOGIE CLOUD-COMPUTING

Apache CloudStack
Eine Open-Source-Cloud-Computing- und Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Plattform, die entwickelt wurde, um den Aufbau, die Bereitstellung und die Verwaltung von Cloud-Dienstes zu vereinfachen, indem sie einen vollständigen „Stapel“ (Stack) von Funktionen und Komponenten für Cloud-Umgebungen bereitstellt.

API oder Application Program Interface
Eine API (Anwendungsprogrammierschnittstelle) ist ein Programmteil, über den ein Computerprozess (Software) mit einem anderen kommuniziert. APIs können im Rahmen von Branchenvereinbarungen oder Regierungsvorschrift standardisiert oder für eine ganz bestimmte Anwendung oder einen bestimmten Anbieter individuell bereitgestellt werden. Worauf sich der Begriff API bezieht, kann je nach Verwendung variieren. Er kann einen einzelnen „Aufruf“ beschreiben, mit dem eine Anwendung Informationen für eine andere anfordern kann, eine Gruppe solcher Aufrufe für eine Anwendung wie Google Maps oder die Gesamtheit aller von einem Unternehmen verwendeten Anwendungs-APIs. In Cloud-Umgebungen spricht man manchmal auch von „Web-APIs“.

AWS oder Amazon Web Services
Die öffentlichen Cloud-Dienste von Amazon (einschl. EC2, RDS, S3, SQS und VPC), die zusammen die Cloud Computing-Plattform von Amazon bilden.

  • Amazon EC2 – Kurz für die Amazon Elastic Computer Cloud, Amazon EC2 ist ein kommerzieller Webservice, über den Kunden Computerressourcen aus der EC2 öffentlichen Cloud „mieten“ können. Der Elastic Compute Cloud Web-Dienst, der eine skalierbare Rechenleistung in der Cloud bereitstellt, über die Entwickler von einer hohe Skalierbarkeit für die Erstellung von Anwendungen profitieren können.
  • Amazon S3 – Amazon Simple Storage Services — der öffentliche Cloud-Speicherdienst von Amazon.

Azure oder Windows Azure
Der öffentliche Cloud-Speicherdienst von Microsoft.

Rechnungsstellung und Nutzungsmessung für die Dienste
Ressourcen können entsprechend ihrer Nutzung in Rechnung gestellt werden. Dieses Pay-as-you-go-Modell bedeutet, dass die jeweilige Nutzung gemessen wird und Sie nur für das bezahlen, was Sie in Anspruch nehmen.

BPaaS – Business-Process-as-a-Service oder Geschäftsprozess als Dienst
Ein kompletter Geschäftsprozess wird als Dienst bereitgestellt – z.B. Abrechnungen, HR, Lohnbuchhaltung, Werbung, usw.

Business Contracts/Geschäftskontinuität
Geschäftskontinuität bezeichnet das Handeln eines Unternehmens, mit denen es dafür sorgt, dass Kunden, Lieferanten, Aufsichtsbehörden und anderen Unternehmen wesentliche Geschäftsfunktionen zur Verfügung stehen, die den Zugang zu diesen Funktionen benötigen. Zu diesen Aktivitäten gehören viele Routineaufgaben wie Projektmanagement, System-Backups, Änderungskontrollen und Helpdesk-Funktionen. Geschäftskontinuität ist nicht etwas, was zum Zeitpunkt einer Katastrophe einrichtet. Geschäftskontinuität bezeichnet die Aktivitäten, die täglich ausgeführt werden, um Service, Einheitlichkeit und Wiederherstellbarkeit zu sichern.

BYOD oder Bring Your Own Device
Einige Anbieter von VoIP- und Virtual-Desktop-Lösungen ermöglichen es, eigene Geräte in die Prozesse einzubinden. BYOD bezeichnet die Richtlinie von Unternehmen, die es Mitarbeitern erlaubt, persönliche mobile Geräte (Laptops, Tablets und Smartphones) an ihren Arbeitsplatz mitzubringen und diese Geräte für den Zugang zu schutzwürdigen Unternehmensinformationen und -anwendungen zu verwenden.

CCMM oder Cloud Computing-Reifegradmodell
Definiert fünf Entwicklungsstufen für ein Unternehmens-Rechenzentrum bei der Migration zum Cloud Computing. Die fünf Stufen sind: Konsolidierung, Virtualisierung, Automatisierung, Utility und Cloud.

CDN oder Content Delivery Network
Ein System aus mehreren Computern , die Kopien von Daten enthalten, welche sich an verschiedenen Stellen im Netzwerk befinden, so dass Kunden auf diejenigen Kopie zugreifen können, die ihnen am nächsten ist.

Cloud-App
Kurz für Cloud-Anwendung (Application) bezeichnet Cloud-App eine Software-Anwendung, die niemals auf einem lokalen Computer installiert ist. Der Zugang erfolgt über das Internet.

Cloud-Application/Cloud-Anwendung
Eine Softwareanwendung, die nie auf einem lokalen Computer installiert ist – der Zugang erfolgt immer über das Internet. Sie ist die oberste Schicht des Cloud Computing Stacks (wird auch als „Pyramide“ bezeichnet), in der Anwendungen mit Webbrowsern von Kunden interagieren. Cloud-Anwendungen werden streng kontrolliert und erlauben wenig Spielraum für Änderungen. Beispiele: Gmail und SalesForce.com.

Cloud Application Management für Plattformen oder CAMP
CAMP, kurz für Cloud Application Management for Platforms, ist eine Spezifikation, welche die Verwaltung von Anwendungen – einschließlich Bündelung und Bereitstellung über öffentliche und private Cloud-Computing-Plattformen hinweg vereinfacht.

Cloud-Arcs
Kurz für Cloud-Architekturen – Entwürfe für Softwareanwendungen, die über das Internet zugänglich und nutzbar sind.

Cloud-as-a-Service oder CaaS
Ein Cloud-Computing-Dienst, der für eine Plattform geöffnet wurde, auf der andere aufbauen können.

Cloud-Backup
Cloud-Backup oder Cloud-Computer-Backup bezeichnet die Sicherung von Daten auf einem Cloud-basierten Remote-Server. Cloud-Backup-Daten werden als eine Form der Cloud-Speicherung gespeichert und ermöglichen den Zugang von mehreren verteilten und verbundenen Ressourcen, die eine Cloud bilden.

Cloud Backup-Dienstleister
Eine Drittanbieter, der von einem zentralen Rechenzentrum aus Cloud-basierte Remote-Datensicherungsdienste und -lösungen für Kunden verwaltet und verteilt.

Cloud-Backup-Lösungen
Cloud-Backup-Lösungen ermöglichen es Unternehmen oder Einzelpersonen, ihre Daten und Computerdateien über einen Speicherdienstleister in der Cloud zu speichern, anstatt die Daten lokal auf einer physischen Festplatte wie einer Festplatte oder einem Bandlaufwerk zu speichern.

Cloud-Bridge
Ausführen einer Anwendung in der Art, dass ihre Komponenten in mehrere Cloud-Umgebungen integriert sind (dies kann eine beliebige Kombination aus internen/privaten und externen/öffentlichen Clouds sein).

Cloud Broker
Ein Unternehmen, die Beziehungen zu mehreren Anbietern von Cloud-Diensten aufbaut und unterhält. Ein Cloud Broker fungiert als Bindeglied zwischen Cloud-Dienst-Kunden und Cloud-Dienst-Anbietern, wählt für jeden Kunden den besten Anbieter aus und überwacht die Dienste.

Cloudburst
Cloud Bursting ist eine Technik, die von hybriden Clouds verwendet wird, um privaten Clouds bei Bedarf zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Wenn die private Cloud über die Rechenleistung verfügt, um ihre Auslastung zu bewältigen, wird die hybride Cloud nicht in Anspruch genommen. Dies ist der Fall, wenn Ihre Cloud einen Ausfall oder eine Sicherheitsverletzung erfährt und Ihre Daten nicht verfügbar sind. Der Begriff Cloudburst wird für zwei Bedeutungen verwendet, negativ und positiv:

  • Cloudburst (negativ): Der Ausfall einer Cloud-Computing-Umgebung aufgrund ihrer Unfähigkeit, einen Nachfrageanstieg zu bewältigen.
  • Cloudburst (positiv): Die dynamische Bereitstellung einer Softwareanwendung, die auf internen organisatorischen Rechnerressourcen läuft, über eine öffentliche Cloud zur Bewältigung eines Nachfrageanstiegs.

Cloudcenter
Ein Rechenzentrum in der „Cloud“, das standardbasierte virtualisierte Komponenten als eine Rechenzentrum-ähnliche Infrastruktur nutzt, die seine Infrastruktur vermietet.

Cloud-Client
Computergerät für Cloud-Computing. Aktualisierte Version eines Thin Client.

Cloud-Computing
Der Begriff der „Cloud – Wolke – beschreibt die Art, wie Netzwerke, insbesondere das Internet, bereits seit einiger Zeit in Konstruktions- und Netzwerkzeichnungen dargestellt werden. Im täglichen Sprachgebrauch ist die Cloud das neueste Kapitel eines Konzepts, das in der Vergangenheit viele Dinge genannt wurde, darunter ASP (Application Service Provider), On-Demand, Utility Computing und „as a Service“ (Software als Dienst, Infrastruktur als Dienst).
Cloud-Technologien sind einfach ein Bündel von Computerressourcen (Server, Speicher, Anwendungen und Sprachdienste), das Unternehmen bedarfsgerecht aus dem Netzwerk eines Anbieters bereitgestellt wird und den Bedarf an Ausrüstung, Wartung und Verwaltung vor Ort überflüssig macht. Cloud-Technologien ermöglichen es IT-Abteilungen, den Funktionsumfang bei Bedarf zu erweitern, ohne Geräte und Software zu kaufen, Mitarbeiter zu schulen und Büroflächen, Strom und Kühlung für ihre Unterbringung in Anspruch zu nehmen. Sie ermöglichen Endanwendern einen sofortigen Zugang zu neuen, ständig verfügbaren Funktionen von nahezu jedem Gerät und an jedem Ort. Sie ermöglichen Unternehmen auch eine planbare, abonnementbasierte, nutzungsabhängige („Pay-per-Use-“) Lösung zur Finanzierung der IT.

Cloud-Computing Reseller/Wiederverkäufer
Ein Unternehmen, das Hosting-Dienste bei einem Cloud-Server-Hosting- oder Cloud-Computing-Anbieter kauft und sie dann an seine eigenen Kunden weiterverkauft.

Cloud-Datenbank
Eine Datenbank, die Kunden über die Cloud zur Verfügung steht und die bei Bedarf von den Servern eines Cloud-Datenbankanbieters über das Internet für die Benutzer bereitgestellt wird. Cloud-Datenbanken, die auch als Database-as-a-Service (DBaaS) bezeichnet werden, können Cloud Computing zur Erreichung einer optimierte Skalierung, Hochverfügbarkeit, Mandantenfähigkeit und effektiver Zuweisung von Ressourcenzuweisung einsetzen.

Cloud-Elastizität oder Cloud-Skalierbarkeit
Die Cloud ist elastisch – das bedeutet, dass die Zuweisung von Ressourcen je nach Bedarf höher oder geringer sein kann. Elastizität ermöglicht Skalierbarkeit, was bedeutet, dass man die Cloud bei Spitzenbedarf nach höher und bei geringerer Nachfrage niedriger skalieren kann. Skalierbarkeit bedeutet auch, dass eine Anwendung beim Hinzufügen von Benutzern und bei Änderungen der Anwendungsanforderungen angepasst werden kann.

Cloud-Enablement
Das Cloud-Enablement bringt die interne Informationstechnologie in eine öffentliche, private oder hybride Cloud-Umgebung. Cloud enablement shifts in-house IT to a public, private or hybrid cloud environment. Cloud-Enablern angeboten.

Cloud-Enabler
Ein allgemeiner Begriff, der sich auf Unternehmen (typischerweise Anbieter) bezieht, die keine Cloud-Anbieter im engeren Sinn sind, sondern Technologien wie Cloudware zur Verfügung stellen, die die Verwendung von Cloud-Computing ermöglichen. Anbieter, der Technologien oder Dienste anbietet, die es Kunden oder anderen Anbietern ermöglicht, von den Vorteile des Cloud-Computing zu profitieren.

Cloud Envy
Begriff, der einen Anbieter beschreibt, der dem Trend zu Cloud-Computing folgt, indem er bereits bestehende Dienste umfirmiert.

Cloud-Governance und Compliance
Governance definiert, wer wofür verantwortlich ist und welche Richtlinien und Verfahren Mitarbeiter oder Gruppen im Unternehmen befolgen müssen. Cloud-Governance erfordert die Kontrolle der eigenen Infrastrukturen sowie der Infrastrukturen, die man nicht vollständig kontrolliert. Die Cloud-Governance wird von zwei Schlüsselkomponenten bestimmt: dem Verständnis von Compliance sowie der Risiko- und Geschäftsperformance-Ziele. Es gibt Organisationen wie die Cloud Security Alliance, welche die Verwendung von Best Practices zur Gewährleistung der Sicherheit im Cloud-Computing fördern.

Cloud-Hosting
Eine Art von Hosting, bei welcher der Kunde eine virtualisierte, dynamisch skalierbare Infrastruktur gemäß seinem jeweiligen Bedarf anmietet. Häufig können Anwender zwischen Betriebssystem und anderen Infrastrukturkomponenten wählen. Typischerweise wird Cloud-Hosting als Self-Service angeboten, der stündlich oder monatlich abgerechnet und über eine Weboberfläche oder API gesteuert wird.

Cloud-Infrastruktur
Die „untere“ Schicht oder das Fundament der Cloud-Pyramide ist die Bereitstellung der Computerinfrastruktur durch Para-Virtualisierung. Dazu gehören Server, Netzwerke und andere Hardware-Ausstattung, die entweder als Infrastruktur-Webdienste Services oder als „Cloud Center“ bereitgestellt werden. Auf dieser Ebene wird die volle Kontrolle über die Infrastruktur dargestellt.

Cloud Manageability – Überschaubarkeit der Cloud
Ein Überblick über die Umgebungen am Standort und in der Cloud ist wichtig. Dazu gehört die Steuerung der Anlagenbereitstellung sowie der Quality of Service (QOS), die Sie von Ihrem Dienstleister erhalten.

Cloud-Management – Cloud-Verwaltung
Software und Technologien, die für den Betrieb und die Überwachung der Anwendungen, Daten und Dienste in der Cloud bestimmt sind. Cloud-Management-Werkzeuge sorgen dafür, dass die Cloud-Computing-basierten Ressourcen eines Unternehmens optimal funktionieren und bestimmungsgemäß mit den Benutzern und anderen Diensten interagieren.

Cloud-Migration
Die Übertragung aller oder eines Teils der Daten, Anwendungen und Dienste eines Unternehmens vom physischen Standort hinter der Firewall in die Cloud, wo die Informationen dann bei Bedarf über das Internet abgerufen werden können.

Cloud-OS
Ein Begriff, der häufig anstelle von Platform-as-a-Service (PaaS) verwendet wird, um die Verbindung zum Cloud Computing zu betonen.

Cloud-Betriebssystem oder Cloud-OS
Ein Computer-Betriebssystem, das speziell für den Betrieb im Rechenzentrum eines Anbieters ausgelegt ist und dem Benutzer über das Internet oder ein anderes Netzwerk, auch bekannt als Platform-as-a-Service (PaaS), zur Verfügung gestellt wird. Windows Azure ist ein Beispiel für ein Cloud-Betriebssystem oder eine „Cloud-Schicht“, die unter Windows Server 2008 läuft. Der Begriff wird auch manchmal im Zusammenhang mit Cloud-basierten Client-Betriebssystemen wie Chrome OS Google verwendet.

Cloud-Oriented Architecture oder COA
Ein von Jeff Barr von Amazon Web Services geprägter Begriff zur Beschreibung einer Architektur, bei der Anwendungen als Dienste in der Cloud eingesetzt werden und andere Anwendungen in der Cloud-Umgebung bedienen. Es handelt sich um eine Architektur für IT-Infrastruktur- und Softwareanwendungen, die für den Einsatz in Cloud Computing-Umgebungen optimiert sind. Der Begriff ist noch nicht sehr verbreitet, und wie auch beim „Cloud Computing“ selbst gibt es keine allgemeingültige Definition oder spezifische Beschreibung dessen, was eine Cloud-orientierte Architektur ausmacht.

Cloud-Plattform
Die „mittlere“ Schicht der Cloud-Pyramide stellt eine Computerplattform oder ein Framework (z.B. .NET, Ruby on Rails oder Python) als Dienst oder Stapel bereit. Die Kontrolle gilt nur für die Plattform oder das Framework, aber nicht auf einer niedrigeren Ebene (Serverinfrastruktur). Beispiele: Google AppEngine oder Microsoft Azure.

Cloud-Portabilität
In der Cloud-Terminologie (Cloud-Computing) bezeichnet „Cloud-Portabilität“ die Möglichkeit, Anwendungen und die damit verbundenen Daten zwischen einem Cloud-Anbieter und einem anderen oder zwischen öffentlichen und privaten Cloud-Umgebungen zu bewegen. Siehe auch Lieferantenbindung

Cloud-Provider
Ein Unternehmen, das Cloud-basierte Plattform-, Infrastruktur-, Anwendungs- oder Speicherdienste für andere Unternehmen und/oder Einzelpersonen in der Regel gegen eine Gebühr bereitstellt.

Cloud-Providers
Computing-Dienstleister, deren Produkt/Plattform auf der Virtualisierung von Computerressourcen und einem Utility-basierten Zahlungsmodell aufbaut.

Cloud-Pyramide
Eine visuelle Darstellung von Schichten des Cloud-Computing, bei der verschiedene Segmente nach ihrer Funktionalität unterteilt werden. Die vereinfachte Version umfasst: Infrastruktur, Plattform und Anwendungsschichten.

Cloud-Provider
Ein Dienstleister, der Kunden über öffentliche oder private Netzwerke verfügbare Speicher- oder Softwarelösungen anbietet.

Cloud-Bereitstellung
Die Bereitstellung der Cloud-Computing-Strategie eines Unternehmens, bei der meist zunächst entschieden wird, welche Anwendungen und Dienste sich in der Cloud befinden und welche hinter der Firewall oder in einer privaten Cloud am Standort verbleiben. Die Cloud-Bereitstellung umfasst auch die Entwicklung der Prozesse für die Anbindung an die Anwendungen und Dienste der Cloud, ebenso wie die Überprüfung und Überwachung, wer auf die Ressourcen zugreift und diese nutzt.

Cloud-Security/Cloud-Sicherheit
Für die Sicherheit von Cloud-Computing gelten die gleichen Sicherheitsprinzipien wie für Computeranwendungen vor Ort.

Cloud-Servers
Virtualisierte Server mit Windows- oder Linux-Betriebssystemen, die über eine Webschnittstelle oder API instanziiert werden. Cloud-Server verhalten sich wie physische Server. Sie können je nach Servertyp und Cloud Hosting-Anbieter auf Administrator- oder Root-Ebene gesteuert werden.

Cloudserver- Hosting
Cloud Server Hosting ist eine Art des Hosting, bei dem den Kunden Hosting-Dienste bei Bedarf über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Die Cloud-Server-Hosting-Dienste werden nicht von einem einzelnen Server oder virtuellen Server, sondern von mehreren verbundenen Servern bereitgestellt, die eine Cloud darstellen.

Cloud-Service Architecture oder COA
Dieser Begriff wurde von Jeff Barr, Vordenker bei Amazon Web Services, geprägt. Der Begriff bezeichnet eine Architektur, bei der Anwendungen als Dienste in der Cloud eingesetzt werden und andere Anwendungen in derselben Cloud-Umgebung bedienen.

Cloud-Sourcing
Auslagerung von Speicherplatz oder Nutzung anderer Arten von Cloud-Diensten. Die Auslagerung einiger IT-Bereiche zum Zweck der Senkung der Kosten von Cloud-Diensten. Beispiel: Datensicherung

Cloud-Standards
Ein Standard ist ein vereinbarter Ansatz dafür, wie etwas getan werden soll. Cloud-Standards sorgen für Interoperabilität, so dass Werkzeuge, Anwendungen, virtuelle Images und mehr in einer anderen Cloud-Umgebung verwendet werden können, ohne dass Nacharbeiten erforderlich sind. Portabilität ermöglicht die Übertragung einer Anwendung oder Instanz, die auf der Implementierung eines Anbieters läuft, auf die Implementierung eines anderen Anbieters.

Cloud-Storage/Cloud-Speicherung
Ein Dienstangebot, das es Kunden ermöglicht, Daten zu speichern, indem sie sie über das Internet oder ein anderes Netzwerk auf ein externes, von einem Dritten verwaltetes Speichersystem übertragen. Cloud-Speicherung bedeutet „die online-Speicherung von Daten in der Cloud“ – die Daten eines Unternehmens werden in einer Datenbank gespeichert die von mehreren verteilten und verbundenen Ressourcen, die eine Cloud bilden, zugänglich ist.

Cloud-Storm oder Cloudstorming
Die Verbindung mehrerer Cloud-Computing-Umgebungen. Wird auch als Cloud-Netzwerk bezeichnet.

Cloud Testing/Cloud-Tests
Das Testen der Lasten und Leistungen von über Cloud-Computing bereitgestellten Anwendungen und Diensten – insbesondere auch der Zugang zu den Diensten- zur Sicherstellung einer optimalen Leistung und Skalierbarkeit unter den unterschiedlichsten Bedingungen.

Cloudware
Ein allgemeiner Begriff, der sich auf eine Vielzahl von Softwareprogrammen bezieht, typischerweise auf Infrastrukturebene, welche das Erstellen, Bereitstellen, Ausführen oder Verwalten von Anwendungen in einer Cloud-Computing-Umgebung ermöglichen. Bsp. Der OSSmosis Enterprise Cloud-Manager von Evolve IP.

Cloudwashing
Hinzufügen des Begriffs „Cloud“ auf bereits vorhandene Produkte und Dienste.

Cluster
Eine Gruppe von verknüpften Computern, die für Hochverfügbarkeit und/oder Lastausgleich wie ein einzelner Computer zusammenarbeiten.

Verbrauchsgesteuertes Preismodell
Ein Preismodell, bei dem der Dienstleister den Kunden nicht eine zeitabhängige Gebühr, sondern die Höhe der vom Kunden in Anspruch genommenen Leistungen in Rechnung stellt. So kann beispielsweise ein Anbieter von Cloud-Speicher die gebühren pro Gigabyte gespeicherter Informationen berechnen. Siehe auch Abonnement-basiertes Preismodell.

Self-Serviceoption für Kunden
Eine Funktion, die es Kunden ermöglicht, Dienste über eine Webschnittstelle oder programmgesteuerte Aufrufe von Dienst-APIs selbst bereitzustellen, zu verwalten und zu beenden, ohne den Dienstanbieter einzubeziehen.

Daten in der Cloud
Die Verwaltung von Daten in der Cloud erfordert Datensicherheit und Datenschutz. Dazu gehören auch Kontrollen für den Datentransfer von Punkt A nach Punkt B und die Verwaltung der Datenspeicherung und der Ressourcen für die Verarbeitung von großen Mengen Daten.

Disaster Recovery oder DR/Notfallwiederherstellung
DR ist die Möglichkeit, den Zugang zu Aufzeichnungen, Daten, Hard- und Software, die für die Wiederaufnahme kritischer Geschäftsabläufe nach einer Katastrophe erforderlich sind, wiederherzustellen. Dabei unterscheidet man u.a. Anlagenkatastrophen (z.B. Brände im Gebäude, Bombendrohungen), lokale Katastrophen (z.B. Stromausfälle, Überschwemmungen, Erdbeben) und regionale Katastrophen (z.B. Wirbelstürme [Hurrikan Katrina war 500 Meilen breit] und Stromausfälle). Die Kosten, um zu gewährleisten, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, steigen in der Regel mit zunehmender Entfernung und Anzahl der Disaster Recovery Center. Dieser wird häufig im Zusammenhang mit Business Continuity/Geschäftskontinuität genannt.

Disruptive technologien
Ein Begriff aus der Geschäftswelt, der Innovationen beschreibt, die Produkte oder Dienstleistungen auf unerwartete Weise verbessern und sowohl die Arbeitsweise als auch den Markt verändern. Cloud-Computing wird oft als disruptive Technologie bezeichnet, weil die Art und Weise, wie IT-Dienste beschafft, bereitgestellt und gewartet werden, vollständig verändern kann.

Elastiches Computing
Die Möglichkeit, Verarbeitungs-, Speicher- und Speicherplatzressourcen dynamisch zu aktivieren oder zu deaktivieren, um den Anforderungen von Spitzenlasten gerecht zu werden, ohne dass Kapazitätsplanung und Bereitstellungen für Spitzenlasten beachtet werden müssen.

Encryption/Verschlüsselung
Die Transformation von Informationen (Klartext) in einer Weise, die sie unlesbar macht (Chiffretext), außer für diejenigen, die einen Schlüssel zum Schutz dieser Datenbestände besitzen.

Enterprise Application/Anwendungen für Unternehmen
Die Bezeichnung für Anwendungen oder Software, die ein Unternehmen verwenden würde, um es bei der Lösung von Unternehmensproblemen zu unterstützen. Wenn die Begriffe „Unternehmen“ (Enterprise) und „Anwendung“ gemeinsam genannt werden, beziehen sie sich in der Regel auf eine professionelle Softwareplattform, die zu groß und zu komplex für die individuellen Verwendung oder für kleiner Unternehmen ist.

Enterprise Cloud-Backup / Cloud-Backup für Unternehmen
Professionelle Cloud-Backup-Lösungen weisen in der Regel zusätzliche wesentliche Funktionen wie Archivierung und Notfallwiederherstellung auf.

Externe cloud
Öffentliche oder private Cloud-Dienste, die von Dritten außerhalb des Unternehmens bereitgestellt werden. Eine Cloud-Computing-Umgebung, die sich außerhalb der Grenzen des Unternehmens befindet.

Federation
Federation bezeichnet die Kombination von Daten oder Identitäten über mehrere Systeme hinweg. Eine Federation kann von einem Cloud-Provider oder einem Cloud-Broker eingerichtet werden.

Funnel-Cloud
Diskussion über Cloud-Computing, die sich im Kreis dreht, aber nie aktiv wird (nie „den Boden berührt“).

Google Apps
Das SaaS-Angebot von Google beinhaltet eine Office-Suite, E-Mail und Dokumentenfreigabe sowie Gmail, Google Talk für Instant Messaging, Google Kalender und Google Docs, Tabellenkalkulationen und Präsentationen.

HaaS
Hardware als Service; siehe IaaS.

Gehostete Anwendung
Eine internet- oder webbasierte Anwendungssoftware, die auf einem Remote-Server läuft und über einen mit dem Internet verbundenen PC oder Thin Client zugänglich ist. Siehe auch SaaS.

Hybride Cloud / Hybride Cloud-Speicherung
Eine Kombination aus zwei oder mehr Clouds (privat, gemeinschaftlich oder öffentlich), die eigene Einheiten bleiben, aber durch standardisierte oder spezifische Technologien miteinander verbunden sind, die eine Portabilität der Daten und Anwendungen ermöglichen. Eine Netzwerkumgebung, die mehrere integrierte interne und/oder externe Anbieter umfasst. Hybride Clouds kombinieren Funktionalitäten öffentlicher und privater Clouds. Eine Kombination aus öffentlicher und privater Cloud-Speicherung, bei der sich einige kritische Daten in der Privaten Cloud des Unternehmens befinden, während andere Daten in einer öffentlichen Cloud gespeichert und von dort aus zugänglich sind.

Identitätsmanagement
Die Verwaltung von persönlichen Identitätsinformationen, die dafür sorgt, dass der Zugriff auf Computerressourcen, Anwendungen, Daten und Dienste ordnungsgemäß kontrolliert wird.

Infrastructure-as-a-Service oder IaaS
Cloud-Infrastruktur-Dienste oder „Infrastructure as a Service (IaaS)“ stellen Computerinfrastrukturen, typischerweise als Plattform-Virtualisierungsumgebung, als Dienst bereit. Anstatt Server, Software, Raum für ein Rechenzentrum oder Netzwerkgeräte kaufen zu müssen, erwerben Kunden diese Ressourcen als einen vollständig ausgelagerten Dienst. Der Dienst wird in der Regel auf Grundlage von Utility- Computing abgerechnet, die Menge der in Anspruch genommenen Ressourcen (und damit die Kosten) entsprechen in der Regel dem Grad der Aktivität des Kunden. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des Webhostings und des Angebots der virtuellen privaten Server.

Intercloud
Eine globale Cloud der Clouds, ähnlich wie das Internet konzipiert, das ebenfalls ein globales Netzwerk von Netzwerken ist. Siehe auch: Intracloud

Intracloud
Eine Intercloud, die nur aus privaten Clouds besteht.

Interne Cloud
Ein anderer Name für eine private Cloud. Eine Art private Cloud, deren Dienste von einer IT-Abteilung für die Benutzer in der eigenen Organisation bereitgestellt werden.

Linux
Ein Open-Source-Betriebssystem, das auf Unix basiert. Es ist das dominierende Betriebssystem für das Cloud-Computing.

Mashup
Eine webbasierte Anwendung, die Daten und/oder Funktionen aus mehreren Quellen kombiniert.

Microsoft Azure
Cloud-Dienste von Microsoft, die über eine Plattform als Service bereitgestellt werden (siehe PaaS), auf deren Grundlage Entwickler Cloud-Anwendungen und -Dienste erstellen können.

Middleware
Software, die sich zwischen Anwendungen und Betriebssystemen arbeitet und aus mehreren Diensten besteht, welche die Interoperabilität zur Unterstützung verteilter Architekturen durch Datenübergabe zwischen Anwendungen ermöglichen. So ist es beispielsweise der Zugang auf die Daten einer Datenbank über eine andere Datenbank möglich.

Mobile Cloud-Storage
Eine Form der Cloud-Speicherung, bei der die Daten der mobilen Geräte einer Person in der Cloud gespeichert werden und ihr von überall Zugang zu diesen Daten ermöglicht.

Multi-Tenant
Beim Cloud-Computing bezeichnet Multi-Tenant ein Modell, bei dem mehrere Kunden, die auch als Mandanten bezeichnet werden, dieselbe öffentliche Cloud nutzen.

Mandantenfähigkeit/Multitenancy
Mandantenfähigkeit ist die Eigenschaft mehrerer Systeme, Anwendungen oder Daten von verschiedenen Unternehmen, die auf derselben physischen Hardware gehostet werden. Mandantenfähigkeit ist bei den meisten Cloud-basierten Systemen vorhanden.

On-demand-Service/ Dienst „nach Bedarf“
Ein Modell, mit dem ein Kunde Cloud-Dienste nach Bedarf erwerben kann, z.B. wenn er für die Dauer eines Projekts zusätzliche Server nutzen muss, aber nach Abschluss des Projekts auch wieder auf die vorherige Ebene zurückkehren kann.

Online-Backup
In der Speichertechnologie bedeutet Online-Backup die Sicherung von Daten von Ihrer Festplatte auf einen Remote-Server oder einem nicht lokalen Computer über eine Netzwerkverbindung. Die Online-Backup-Technologie nutzt das Internet und Cloud-Computing, um eine attraktive standortferne Speicherlösung mit geringem Hardwarebedarf für Unternehmen jeder Größe zu schaffen.

Pay-as-you-go
Ein Kostenmodell für Cloud-Dienste, das sowohl abo- als auch verbrauchsabhängige Modelle umfasst, im Gegensatz zum traditionellen IT-Kostenmodell, das Vorabinvestitionen für Hard- und Software erforderlich macht.

Personal/Persönliche Cloud-Speicherung
Eine Form der Cloud-Speicherung, bezeichnet die Speicherung von Daten einer Person in der Cloud, wobei diese Person von überall auf die Daten zugreifen kann. Eine solche Cloud-Speicherung ermöglicht oft auch die Synchronisierung und gemeinsame Nutzung gespeicherter Daten auf mehreren Geräten wie Mobiltelefonen und Tablet-Computern. Die Speicherung in der persönlichen Cloud wird häufig auch als mobile Cloud-Speicherung oder Pocket-Cloud-Speicherung bezeichnet. Beispiel: iCloud

Platform-as-a-Service oder PaaS
Cloud-Plattform-Dienste, bei denen der Anbieter die zugrundeliegende Plattform (Betriebssystem und zugehörige Dienste) als Dienst über das Internet bereitstellt. Die PaaS-Schicht stellt Black-Box-Dienste bereit, mit denen Entwickler Anwendungen auf dieser Computing-Infrastruktur aufbauen können. Dazu können Werkzeuge für Entwickler gehören, die als Dienst zum Aufbau von Diensten angeboten werden, oder Datenzugriffs- und Datenbankdienste sowie Abrechnungsdienste.

Private Cloud
Private Clouds stellen eine dedizierte Instanz dieser Dienste für Ihre ausschließliche Nutzung bereit und können daher gesichert und privat genutzt werden. Obwohl sie im Rechenzentrum des Anbieters untergebracht sind, nutzen sie nicht den Pool der gemeinsam genutzten Ressourcen. Daher können sie weder wachsen noch schrumpfen und beinhalten weder Ausfallsicherung noch Redundanzen. Private Clouds verwenden meist die gleiche Technologie (Hardware, Virtualisierung, Sicherheit) wie eine Bereitstellung vor Ort, werden aber für das Hosting und Pflege und Versorgung der Umgebung an einen Dienstleister ausgelagert. Weitere Informationen finden Sie im Bereich „Was ist eine private Cloud“.

Private-Cloud-Projekte
Unternehmen erstellen private Cloud-Projekte, damit ihre IT-Infrastruktur sich schneller an sich ständig ändernde Geschäftsanforderungen anpassen können. Private Cloud-Projekte können auch mit öffentlichen Clouds zu hybriden Clouds verbunden werden.

Private-Cloud-Sicherheit
Das Ziel der Umsetzung einer privaten Cloud ist es, viele der Sicherheitsprobleme des Cloud-Computing zu vermeiden. Da die Struktur eine privaten Cloud in der Firewall des Unternehmens sicher implementiert ist, wird sie auch von der IT-Abteilung kontrolliert.

Private Cloud-Speicherung
Eine Art der Cloud-Speicherung, bei der sich die Daten und Cloud-Speicherressourcen eines Unternehmen im Rechenzentrum des Unternehmens und auch hinter seiner Firewall befinden.

Public Cloud/Öffentliche Cloud
Public Clouds stellen dem Kunden einen Bündel von gemeinsam genutzten Computerressourcen, Anwendungen und Speicherplatz als einen virtualisierten Dienst zur Verfügung. Sie ermöglichen es Ihnen meist, diese Ressourcen nach Bedarf zu erweitern oder zu verkleinern, und bieten oft integrierte Lösungen für die Ausfallsicherung und Redundanzen an. Aber sie werden (wie der Name schon sagt) öffentlich und in einer vordefinierten Weise bereitgestellt, daher können Sie Ihre Dienste nicht mit einer privaten Firewall absichern oder privat über Ihr Wide Area Network (WAN) darauf zugreifen. Öffentliche Clouds erfordern in der Regel auch eigene Mitarbeiterressourcen für die Entwicklung und in einigen Fällen ein vollständiges Refactoring des Anwendungsrahmens, um korrekte Funktionalität zu erreichen. Die öffentliche Cloud wird allgemein als „revolutionärer“ Ansatz des Cloud-Computing bezeichnet, da sie viele Vorteile, aber auch eine gewisse Komplexität und Bedarf an Know-how mit sich bringt, um ihre Funktionalitäten voll auszuschöpfen.

Public-Cloud-Storage/Öffentliche Cloud-Speicherung
Eine Form der Cloud-Speicherung, bei der Unternehmen und Speicherdienstleister getrennt sind und die Daten außerhalb des Rechenzentrums des Unternehmens gespeichert werden.

Rapid Elasticity
Elastizität ist als die Fähigkeit definiert, Ressourcen je nach Bedarf auf- und abzubauen. Für den Verbraucher erscheint die Cloud unendlich, und der Verbraucher kann so viel oder so wenig Computing-Leistung kaufen, wie er benötigt. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat diese Eigenschaft als eins der fünf wesentlichen Merkmale des Cloud Computing definiert.

Red Hat Cloud-Computing
Red Hat Cloud Computing bezeichnet das Dienstangebot für private, hybride und öffentliche Clouds von Red Hat.

Red Hat CloudForms
Red Hat CloudForms ist ein Angebot für Infrastructure-as-a-Service (IaaS) auf Grundlage von mehr als 60 Open-Source-Projekten. CloudForms umfasst Funktionen für das Application Lifecycle Management sowie die Möglichkeit, hybride öffentliche und private Clouds aus dem umfangreichsten Spektrum von Computerressourcen mit einer einzigartigen Portabilität über physische, virtuelle und Cloud Computing-Ressourcen aufzubauen.

Red Hat OpenShift
OpenShift stellt Entwicklern eine Auswahl an Sprachen, Frameworks und Clouds zum Erstellen, Testen, Ausführen und Verwalten von Java-, Rubin-, PHP-, Perl- und Python-Anwendungen zur Verfügung. Entwickler können auch den Cloud-Anbieter wählen, über den die Anwendungen laufen sollen.

Roaming-Workloads
Das Backend-Produkt von Cloudcentern.

SaaS oder Software as a Service
Cloud-Anwendungsdienste, bei denen Anbieter Anwendungen über das Internet bereitstellen, so dass die diese nicht auf den vom Kunden gekauft und auf seinen Computern installiert und ausgeführt werden müssen. SaaS-Anbieter wurden in der Vergangenheit als ASP (Application Service Provider) bezeichnet. In der SaaS-Schicht hostet der Dienstanbieter die Software, so dass der Kunde sie nicht installieren oder verwalten muss und auch keine Hardware dafür kaufen muss.. Es reicht aus, sich zu verbinden und die Software zu nutzen. Zu den Beispielen für SaaS gehört z.B. „Customer Relationship Management als Service“.

Salesforce.com
Ein Online-SaaS-Unternehmen, das am bekanntesten dafür ist, das es Software für die Verwaltung und Pflege von Kundendaten (CRM) für Unternehmen über das Internet bereitstellt.

Selbstbedienung
Cloud-Kunden können Cloud-Dienste ohne einen langwierigen Vorbereitungsprozess abrufen. Sie fordern vom Dienstanbieter eine bestimmte Menge an Computerkapazität, Speicher, Software, Prozesse usw. an. Nach der Nutzung der Ressourcen können sie automatisch wieder deaktiviert werden.

Service-Migration
Der Wechsel von einem Cloud-Dienst oder Anbieter zu einem anderen.

Service-Provider
Ein Unternehmen oder eine Organisation, die einen öffentlichen oder privaten Cloud-Dienst anbietet.

Service level agreement oder SLA
Eine vertragliche Vereinbarung, über die ein Dienstanbieter das Leistungsniveau, die Verantwortlichkeiten, Prioritäten und Garantien in Bezug auf Verfügbarkeit, Leistung und andere Aspekte der angebotenen Dienste bestimmt.

Standardisierte Interface-Lösungen
Cloud-Dienste sollten über standardisierte APIs mit Anweisungen verfügen, wie zwei Anwendungen oder Datenquellen miteinander kommunizieren können. Über eine standardisierte Schnittstelle können Kunden Cloud-Dienste einfacher miteinander verknüpfen.

Storage-Cloud
Storage Cloud bezieht sich auf die Gesamtheit mehrerer verteilter und verbundener Ressourcen, welche die Online-Speicherung und Verwaltung von Daten in der Cloud darstellen.

Abonnementbasiertes Preismodell
Ein Preismodell, bei dem Kunden für die Nutzung des Dienstes für einen bestimmten Zeitraum eine Gebühr zahlen. Diese Modell wird häufig für SaaS-Dienste verwendet. Siehe auch Verbrauchsabhängiges Preismodell

TCO oder Total Cost of Ownership/Gesamtbetriebskosten
Die Kennzahl „TCO“ ist eine Schätzung der Gesamtkosten einer Lösung im Zeitablauf, die in der Regel mehrere Jahre umfasst. Sie sollte alle direkten und indirekten Kosten der Lösung berücksichtigen. Die TCO erleichtert die Bestimmung des finanziellen Werts einer Änderung von Betriebsabläufen. Da die Cloud ein nutzungsbasiertes „Pay-as-you-go-“ Modell ist, ist ein Großteil der finanziellen Zukunftsplanung eines Unternehmens mit einer Cloud-basierten Lösung prognostizierbar. Das bedeutet, dass die Vergleichsmethoden für zukünftige Kosten alle Faktoren berücksichtigen müssen, welche die monatlichen Kosten der Cloud-Computing-Lösung implizit anbieten, wie RAM, Disk, Lizenzierung, Support durch qualifiziertes Personal, Redundanz, Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen und Notfallwiederherstellung, um nur einige zu nennen. Viele dieser Faktoren sorgen beim Kauf, der Verwaltung und der eigenen Verwaltung der IT für standortgebundene Lösungen für unangenehme Überraschungen.

Utility-Computing / Nutzungsabhängige Preise
Beim Modell nutzungsabhängiger Preise zahlt der Abonnent für die Ressourcen, die er nutzt, und nicht einen festen, nutzungsunabhängigen Preis. Im traditionellen Modell erwirbt ein Kunde einen Server und bezahlt ihn als Investitionsaufwand, dazu kommen dann noch die wiederkehrenden Wartungskosten. In einer Cloud-Umgebung wird Online-Computing oder -Speicherung dem Kunden als kommerzieller Dienst angeboten, bei dem er die Ressourcen „mietet“ und nutzungabhängig bezahlt, ähnlich wie eine Stromrechnung im Privathaushalt.

Lieferantenbindung
Abhängigkeit von einem bestimmten Cloud-Anbieter und Schwierigkeiten beim Wechsel von einem Cloud-Anbieter zum anderen aufgrund fehlender standardisierter Protokolle, APIs, Datenstrukturen (Schemata) und Servicemodelle.

Vertikale Cloud
Eine Cloud-Computing-Umgebung, die für eine bestimmte Branche wie beispielsweise das Gesundheitswesen oder Finanzdienstleistungen optimiert ist.

Vertikales Cloud-Computing
Eine vertikale Cloud oder vertikales Cloud Computing bezeichnet r die Optimierung von Cloud-Computing und Cloud-Diensten für eine bestimmte „Vertikale“ (z.B. eine bestimmte Branche) oder Anwendung für spezifische Umgebungen.

Virtuelle Datencenter oder Virtuelle Servers oder vServer
Ein Virtuelles Data Center ist ein Virtueller Private-Cloud-Computing Dienst, über den Kunden garantierte Ressourcen-Reservierungspools (Prozessor-, Speicher- und Festplattenressourcen) im sicheren Rechenzentrum eines Cloud-Dienst-Providers nutzen können. Ein vServer ist ein virtueller privater Cloud (VPC)-Server, der die Skalierbarkeit und die Ausfallsicherung von öffentlichen Cloud-Diensten gleichzeitig mit dem Datenschutz und der Sicherheit von spezifischen Hosting-Umgebungen nutzt.

Virtual Desktop Infrastruktur oder VDI
Als virtuellen Desktop wird ein nicht gebundener virtueller Arbeitsbereich bezeichnet, auf den von überall und jederzeit von mehreren Geräten aus gegen eine planbare monatliche Gebühr zugegriffen werden kann. Die Nutzung einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) befreit IT-Manager von der Notwendigkeit, für den Supportmaßnahmen oder die Bereitstellung neuer Anwendungen jeden Desktop zu „berühren“, das spart Zeit und steigert die Produktivität der Mitarbeiter. Dadurch, dass die gesamte „Arbeit“ der Mitarbeiter in der Cloud erfolgt, wird die Nutzungsdauer älterer Computer möglicherweise verlängert, sie können durch kostengünstige Thin Clients ersetzt werden, außerdem ist ein sicherer Zugang vom PC zuhause und iPads aus möglich.

Virtuelle Private Cloud oder VPC
Der Begriff beschreibt ein Konzept, das dem bekannten Konzept des virtuellen privaten Netzwerks (VPN) ähnelt und davon abgeleitet ist, aber auf die Anforderungen des Cloud-Computing angewendet wird. Die Idee dabei ist, eine öffentliche Cloud in eine virtuelle private Cloud umzuwandeln, insbesondere hinsichtlich der Sicherheit und der Möglichkeit, einen VPC über Komponenten zu erstellen, die sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Cloud befinden. Ein Beispiel dafür ist die Amazon VPC, die es Amazon EC2 ermöglicht, sich über ein IPsec-VPN mit Standard-Infrastrukturen zu verbinden. Eine Virtuelle Private Cloud nutzt die Skalierbarkeit und die Ausfallsicherung von öffentlichen Cloud-Diensten mit dem Datenschutz und der Sicherheit von dedizierten Umgebungen. Eine virtuelle private Cloud funktioniert sowohl mit neuen als auch mit älteren Anwendungen perfekt und bietet eine vorhersehbare, stabile und sichere Architektur mit der Robustheit und bedarfsgerechten Erweiterungsfunktionen, die gemeinhin von einer Cloud-Lösung erwartet werden. Die virtuelle private Cloud, oft auch als das „evolutionäre“ Verfahren bezeichnet, erfordert für eine ordnungsgemäße Migration keine Änderungen des Anwendungsrahmens oder spezielle Kodierungen. Die virtuelle private Cloud ermöglicht die Nutzung der besten Funktionen und Eigenschaften aus beiden technologischen Welten.

Virtuelles privates Rechenzentrum
Ressourcen, die entsprechend spezifischen Geschäftszielen gebündelt sind.

Virtuelle Maschine oder VM
Eine Datei (wird auch als Image oder Abbildung bezeichnet), die sich beim Ausführen für den Benutzer wie ein tatsächlicher Rechner darstellt. Infrastructure-as-a Service wird oft als VM-Image bereitgestellt, das bei Bedarf gestartet oder gestoppt werden kann. Änderungen an der VM während des Betriebs können auf der Festplatte gespeichert werden, um sie dauerhaft zu erhalten.

VMware vCloud Connector
Der VMware vCloud Connector ist ein Werkzeug, das Unternehmen hybrides Cloud-Computing ermöglicht. Der vCloud Connector unterstützt die Organisation, Umsetzung und Verwaltung der Migration von VMs über verschiedene Rechenzentren und Clouds hinweg.

VOIP UND CALLCENTER

ACD oder automatischer Anrufverteiler/Automatic Call Distributor
Ein spezielles Telefonsystem, das zur Bearbeitung einer hohen Anzahl eingehender Anrufe eingesetzt wird. Der ACD erkennt und beantwortet einen eingehenden Anruf und sucht in seiner Datenbank nach Anweisungen zur Anrufweiterleitung. Es leitet den Anruf an eine Anrufaufzeichnungsfunktion, eine interaktive Sprachausgabe (IVR) oder gemäß den Anweisungen für diesen Anruf an einen verfügbaren Agenten weiter.. Eine ACD erzeugt in der Regel Management-Informationen, die sowohl Anrufe als auch Leistungen der Agenten nachverfolgen.

Auto-Attendant / Automatisierter Vermittlungsplatz
Ein automatisches Antwortsystem, bei dem beispielsweise eine Stimme Optionen wie „2 für den Verkauf“, „5 für Lisa“ usw. vorschlägt, eingehende Anrufe verarbeitet und sie an die entsprechende Nebenstelle oder die entsprechende Nachrichtenfunktion weiterleitet.

Backbone
Ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz mit hoher Kapazität, das Großstädte auf der ganzen Welt verbindet.

Bandbreite
Bandbreite bezeichnet das Datenvolumen, das eine Kommunikationsleitung in einer festgelegten Zeitspanne übertragen kann. Sie wird in Bits pro Sekunde (bps), 1000 Bits pro Sekunde (kbps) oder Bytes pro Sekunde für digitale Geräte und in Schwingungen pro Sekunde bzw. Hertz (Hz) für analoge Geräte ausgedrückt. Die Bandbreite kann auch als die Differenz zwischen Frequenz- oder Wellenlängen definiert werden.

CallCenter-Agent
Die Person, die die Anrufe bearbeitet, die in einem Contactcenter eingehen. Die Callcenter-Agenten werden auch als Kundendienstmitarbeiter bezeichnet.

Call-Control / Anrufsteuerung
In der Telefonie bezeichnet Anrufsteuerung die Software innerhalb einer Telefonvermittlung, die ihre zentrale Funktion erfüllt. Die Anrufsteuerung dekodiert die Adressierungsinformationen und leitet Telefonate von einem Endpunkt zum einem anderen weiter. Sie schafft auch die Funktionen, mit denen die Standard-Weiterleitung an die Bedürfnisse der Benutzer angepasst werden kann, wie z.B. „Anklopfen“, „Rufweiterschaltung bei Besetzt“ usw.

Call-Hunting / Verteilungsgruppen
Eine Anruffunktion für eingehende Anrufe, die ein Besetzt-Zeichen überspringt oder mehrere Nummern versucht, bis der Anruf angenommen wird.

CDR oder Call Detail Record
Einzelheiten zu einem bestimmten Anruf wie Dauer, Ursprung, Ziel und abrechenbare Informationen sowie andere relevante Informationen.

Clipping
Der Verlust von Sprachsignal-Komponenten, der zum Verlust des Anfangs- oder Endteils eines Wortes oder mehrerer Wörtern führt.

Cloud-CallCenter
Eine Callcenter-Lösung, die in der Cloud eines Service-Providers gehostet wird und im Rahmen eines kostengünstigen monatlichen Abonnementmodells bereitgestellt wird. Es ermöglicht Contactcenter-Managern mehr Kontrolle und einen tieferen Einblick in die Betriebsabläufe ihres Contactcenters als ein standortgebundenes System. Durch die Einrichtung eines einzigen Cloud-basierten Contactcenters für mehrere Standorte können Callcenter ihren Betrieb rationalisieren und die Nutzung ihrer Personalkapazitäten maximieren.

Cloud-Kommunikation
Die Cloud ist ein begriff, der sich auf das Internet bezieht. Die Cloud-Kommunikation nutzt das Internet, um Benutzern eine Verbindung zu Host-Geräten an einem entfernten Standort zu ermöglichen, der sich dann mit anderen Benutzern verbindet, wodurch Telefongespräche ermöglicht werden. Synonym für gehostetes VoIP oder Internet-Telefonie.

Codec
Codec ist ein Begriff, der mit der Kompression/Dekompression von Daten oder den Vorgang des enCOding/Decoding verbunden ist. Codecs werden mit Soft- oder Hardwaregeräten verwendet, die einen Datenstrom konvertieren oder transformieren können. Codecs können u.a. auf der Senderseite einen Datenstrom oder ein Datensignal für eine einfache Übertragung, Speicherung oder Verschlüsselung kodieren. Auf der Empfangsseite können sie das Signal in der für die Anzeige geeigneten Form dekodieren. Codec eignen sich insbesondere für Videokonferenzen und Streaming-Lösungen.

CTI oder Computer-Telefonie-Integration / computergestützte Telefonie
Die Verknüpfung des Computers im System für die Automatische Anrufverteilung (ACD) mit dem Computer, der die Datenbank des Unternehmens enthält, um eine schnellere und effizientere Bearbeitung von Anrufen zu erzielen. Screen Pop (PopUp-Fenster) ist eine Funktion der CTI, die den Datenbildschirm mit den Kontodaten der anrufenden Person zum Terminal des Agenten leiten kann, während der Anruf an ihn geleitet wird. Damit wird dem Agenten der Zeitaufwand für die Identifizierung der Kontonummer des Anrufers, die Eingabe und die Reaktion des Computers abgenommen. Screen-Pop ermöglicht auch die Weiterleitung von Datenbildschirmen an einen anderen Agenten, wenn ein Anruf weitergeleitet wird, sowie viele andere Funktionen, die mit nur dem einen oder anderen System unabhängig voneinander unmöglich sind.

DID oder Direct Inward Dialing/direkte Anrufweiterleitung
Ein Dienst, der es einem Unternehmen ermöglicht, jeder Person innerhalb seiner Telefonanlage individuelle Telefonnummern zuzuordnen.

DNIS / Automatische Identifizierung der gewählten Nummer
DNIS ist eine Funktion von 800- und 900-Leitungen, welche die Nummer anzeigen, die der Anrufer gewählt hat. Mit DNIS-Funktionen kann eine Leitungsbündel verwendet werden, um mehrere Anwendungen zu erfüllen. Im Allgemeinen wird eine DNIS-Nummer verwendet, um der antwortenden Telefonanlage die „Anwendung“ zu nennen, die der Anrufer gewählt hat.

DNS
Ein Computerprogramm, das auf einem Webserver läuft und Domainnamen in IP-Adressen übersetzt. In den letzten Jahren wurde das weltweite DNS-System, das SIP/VoIP unterstützt (SRV/NAPTR, ENUM), um bestimmte Arten von Domainnamen-Einträgen erweitert.

DSL oder Digital Subscriber Line
Telefontechnologie, die eine digitale Breitband-Internetverbindung über bestehende Kupfer-Telefonleitungen ermöglicht, während der Telefondienst weiterhin analoge Signale über dieselbe Leitung übertragen kann.

E911
E911 ist die Kurzform des Begriffs „Enhanced 911“, der für die Bereitstellung von Notrufdiensten bei Mobilfunk- und Internetsprachanrufen verwendet wird.

Find-me/follow-me – Anrufumleitungsfunktionen – Finde mich/Folge mir
Eine Funktion, die es ermöglicht, dass einen Anrufe überall erreichen, dabei klingeln mehrere Telefone (z.B. Ihr Handy, Ihr Privat- und Firmentelefon) auf einmal.

FMC (Fixed Mobile Convergence) – Zusammenwachsen (Konvergenz) von Fest- und Mobilfunknetzen
FMC bezeichnet die integrierte Verbindung zwischen festen und drahtlosen Telekommunikationsnetzen. Es wird von den Betreibern verwendet, um den Mobilfunknutzern eine nahtlose Umschaltung zwischen Mobilfunk- und Ortsnetzen zu ermöglichen.

Frame Relay
In der Datenkommunikation bezeichnet es ein Paketvermittlungsverfahren, das die verfügbare Bandbreite nur dann nutzt, wenn sie benötigt wird. Dieses schnelle Paket-Switchingverfahren ist effizient genug, um Sprachkommunikation an das richtige Netzwerkmanagement zu übertragen.

IM oder Instant Messaging oder Chat
Instant Messaging ist eine Software, über die Benutzer Nachrichten in Echtzeit austauschen können. Dazu müssen jedoch beide Benutzer gleichzeitig bei dem Instant Messaging-Dienst angemeldet sein. Einige der verbreitetsten IM-Dienste sind: Microsoft Lync, MSN Messenger und Yahoo! Messenger.

IP oder Internet Protocol
Das IP definiert, wie Datenpakete, die auch als Datagramme bezeichnet werden, zwischen Ziel und Herkunft bewegt werden sollen. Technisch gesehen kann es als das Network Layer Protocol in der TCP/IP Kommunikationsprotokollsatz (Communications Protocol Suite) definiert werden.

IP address
Eine IP-Adresse, die auch als Internetprotokolladresse (Internet Protocol Address) bezeichnet wird, ist die Maschinennummer, mit der alle Geräte identifiziert werden, die mit dem Netz verbunden sind. Jedes Gerät hat seine eigene eindeutige Nummer für die Kommunikation. Diese Nummer ist bei Computern mit einer festen IP-Adresse fest zugeordnet. Den übrigen Geräten wird eine dynamische IP-Adresse zugewiesen, die für den Zeitraum, in dem sie mit dem Netz verbunden sind, gültig ist. Die Zahlen reichen von 0.0.0.0.0.0 bis 255.255.255.255.255.255.

IP-Mapping
IP-Mapping ist der Prozess der Identifizierung von IP-Adressen entsprechend ihrer geografischen Lage. Die Zuordnung ermöglicht es Webadministratoren, den Standort aller mit dem Internet verbundenen Computergeräte zu ermitteln.

IP Telefon oder Internet-Telefon oder SIP-Telefon oder VoIP-Telefon
Ein IP-Telefon wandelt Sprache in digitale Pakete um und umgekehrt, um Gespräche über das Internet zu ermöglichen. Es verfügt über integrierte IP-Signalisierungsprotokolle wie SIP oder H.323, die dafür sorgen, dass die Sprache über das Netz an das richtige Ziel weitergeleitet wird. Medial nutzt das IP-Telefon Audio- oder/und Video-Codecs wie G.711 oder/und H.261 über RTP. IP-Telefone verfügen über zusätzliche Funktionen wie Sprachnachrichten, E-Mail, Rufnummernblockierung usw.

ISP oder Internet Service Provider
Ein Unternehmen, das teilnehmerbasierten Zugriff auf das Internet bereitstellt. Die Abonnenten können Einzelpersonen oder Unternehmen sein. Laut Jack Rickard, Herausgeber des Boardwatch Magazine, sind ISPs auf der vierten oder niedrigsten Ebene des Internets tätig. Auf der dritten Ebene aggregieren regionale Anbieter die Aktivitäten/Traffic von niederwertigen ISPs auf die zweite, die sog. Backbone-Ebene. Die höchste Ebene in Nordamerika ist der NAP (Network Access Point), der als Peer-to-Peer-Verbindungspunkt für die größten Backbones dient. Es gibt drei „offizielle“ NAPs in San Francisco, Chicago und Pennsauken, New Jersey. ISPs verwenden sowohl Internet-Router und Server als auch Rackmount-Modems, um eine Vielzahl von Diensten bereitzustellen, dazu gehöre u.a. Website-Hosting, FTP-Dienste, E-Mail-Konten, Unified Messaging, Audio- und Videoübertragung und in einigen Fällen auch Internet-Telefonie und Fax-Gateway-Dienste.

IVR oder Interactive Voice Response / Interaktive Sprachausgabe
Software-Informationssystem, das in ein Telefonsystem integriert ist und mit Anrufern „spricht“, es verwendet Menüs und Sprachausgabe. Bei Verwendung von Tastenton-Eingaben zur Interaktion mit der Software sind Sprachantworten mit Echtzeitdaten möglich. Eine IVR-Plattform übersetzt die Tastentöne oder Sprachbefehle der Anrufe mithilfe von Computer-Telefonie-Komponenten in Computerabfragen, nachdem der Anrufer ein Audiomenü gehört hat. Die IVR-Plattform holt diese Abfragen dann vom Host-Computer ab. Die Informationen können sich auch auf der gleichen Plattform befinden (Self-Hosting).

Jitter – Taktzittern
Mit zunehmender und abnehmender Datenlast können Router im Internet leichte Varianzen der Laufzeiten erzeugen, mit der die einzelnen Datenpakete von einem Punkt zum anderen gelangen. Diese Zeitvarianz wird als Jitter oder Taktzittern bezeichnet.

LAN
Eine Gruppe von Computern und zugehörigen Geräten, die sich eine gemeinsame Kommunikationsleitung oder drahtlose Verbindung teilen und typischerweise die Ressourcen eines einzelnen Prozessors oder Servers auf einer kleinen geografischen Fläche (z.B. in einem Bürogebäude) teilen.

Latenz
Zeitintervall, in dem ein Datenpaket seine Destination erreicht. Längere Verzögerungszeiten können problematisch sein, insbesondere bei VoIP, wo Sprachverzögerungen mit einer Latenzzeit von mehr als 150 Millisekunden erkennbar sind. Latenzen von mehr als 500 Millisekunden sind für Gespräch sehr problematisch.

MOS oder Mean Opinion Score
Der Mean Opinion Score (MOS) ist ein numerischer Indikator für die wahrgenommene (subjektive) Qualität der Sprachübertragung nach der Kompression und/oder Übertragung und wird als Zahl zwischen 1 bis 5 ausgedrückt, wobei 1 die niedrigste wahrgenommene Audioqualität und 5 die höchste wahrgenommene Audioqualität ist.

Multiprotocol Label Switching oder MPLS
Ein Verfahren zur Maximierung der Netzwerkgeschwindigkeit in Netzwerken mit hohem Datenaufkommen. Es ermöglicht Unternehmen und Service Providern den Aufbau intelligenter Netzwerke für skalierbare End-to-End-Dienste.

Packet / Datenpaket
Logische Gruppierung einer Dateneinheit. Pakete enthalten eine Nutzlast (die zu übertragenden Informationen), einen Sender (oder einen sendenden Prozess), ein Ziel und Synchronisierungsinformationen. Das Konzept der Datenpakete ist es, sie über ein Netzwerk zu übertragen, so dass jedes einzelne Paket auf dem optimalen Weg zum Ziel gesendet werden kann. Pakete werden auf Grundlage der Headerinformationen jedes Datenpakets an einem Ende der Kommunikation zusammengebaut und an der Empfangsseite erneut zusammengebaut. Die Router im Netzwerk speichern und leiten Pakete mit den vorhandenen Netzwerkverzögerungen, Fehlern und Anforderungen zur erneuten Übertragung von der Empfängerseite weiter.

Packet Loss / Verlust von Datenpaketen
Paketverlust ist eine Bezeichnung für den Verlust von Datenpaketen während der Übertragung über ein Computernetzwerk. Solche Verluste können aufgrund hoher Netzwerk-Latenzen oder Überlastungen von Switches oder Routern auftreten, die nicht alle eingehenden Daten verarbeiten oder weiterleiten können. Paketverluste manifestieren sich während Gesprächen über ein VoIP-Telefon als Echo-Effekt. Eine gehostete VoIP-Telefonanlage sollte nicht mehr als 1 oder 2 % Paketverlust zulassen. Natürlich ist ein geringerer Verlust immer besser.

Packet Switching / Paketvermittlung
Bezeichnet eine Methode zum wirtschaftlichen Senden und Empfangen von Daten über eine Vielzahl alternativer Netzwerkkanäle. Bei der Paketvermittlung ist das Paket ein kleines Bündel von Informationen, das die Nutzlast und Routing-Informationen enthält. Bei der Paketvermittlung werden Daten in Pakete zerlegt, die übertragen und am anderen Ende wieder zusammengesetzt werden. Pakete können in ihrer ursprünglichen Reihenfolge versendet und dann in einer anderen Reihenfolge empfangen werden. Sie werden dann in Sekundenschnelle wieder in die richtige Reihenfolge gebracht. Es gibt langsame Paketvermittlungsnetze, wie die alten SNA-Netzwerke, und schnelle Paketnetzwerke, die auf Frame Relay und ATM aufbauen. Obwohl sie traditionell für Daten verwendet werden, eignen sich Paket-Netzwerke, insbesondere wenn sie gut verwaltet werden, zunehmend für die Echtzeitübertragung von Sprach- und Videokommunikation.

PBX / Nebenstellenanlage
Eine private Nebenstellenanlage, die es ermöglicht, externe Telefonleitungen eines Telekommunikationsanbieters mit Nebenstellen innerhalb des Büros oder Gebäudes zu verbinden. Sie verfügen in der Regel über mehrere Funktionen wie Anrufumleitung, Rollover, Paging und Sprachnachrichten.

POE oder Stromversorgung über Ethernet
Ein System zur Übertragung von elektrischer Energie über ein Standard-Ethernetkabel mit verdrillten Leitungspaaren.

POP oder Anwesenheitspunkt/Point of Presence
Point of Presence, das Äquivalent der Zentrale einer lokalen Telefongesellschaft. Der Ort, an dem Ihr Fernnetzbetreiber Ihre Fernleitungen beendet, kurz bevor diese mit den Leitungen Ihrer örtlichen Telefongesellschaft oder mit Ihrem eigenen direkten Anschluss verbunden werden.

POTS oder Plain Old Telephone System (einfache alte Telefonanlage)
Die vertraute einfache Telefonleitung mit einer Telefonnummer, das es schon seit vielen Jahren gibt.

Presence/Präsenz
In Computer- und Telekommunikationsnetzen sind Präsenzinformationen ein Statusindikator, der die Verfügbarkeit und Bereitschaft eines potenziellen Kommunikationspartners, zum Beispiel eines Benutzers, für eine Kommunikation übermittelt. Der Kunde eines Benutzers übermittelt Präsenzinformationen (Präsenzstatus) über eine Netzwerkverbindung an einen Präsenzdienst, die in seinem individuellen Verfügbarkeitsprotokoll gespeichert werden und anderen Benutzern (sogenannte Beobachter) zur Verfügung gestellt werden können, um ihnen seine Verfügbarkeit für Kommunikation anzuzeigen. Präsenzinformationen werden in vielen Kommunikationsdiensten verwendet und sind eine der Innovationen, die das Interesse an Instant Messaging oder die kürzliche Implementierung von Voice over IP-Clients vorantreiben.

PRI oder Primary Rate Interface
Das Primary Rate Interface umfasst 23 B-Kanäle und einen 64 Kpbs D-Kanal über eine T-1-Leitung und kann Dienste bis zu 1.544 Mbit/s Dienst bereitstellen. Typischerweise handelt es sich um eine dynamische Schaltung, die sowohl Sprache als auch Daten überträgt und dabei Sprache bevorzugt. Wenn ein Kanal nicht Sprache übermittelt, wird er automatisch der Übermittlung von Daten zugewiesen.

PSTN oder öffentlicher Telefondienst/Public Switched Telephone Service
Die Kombination von lokalen, Fern- und internationalen Betreibern, die das weltweite Telefonnetz bilden.

QoS oder Quality of Service
Die Fähigkeit eines Netzwerks (einschließlich Anwendungen, Hosts und Infrastrukturgeräte), Datenverkehr mit minimaler Verzögerung und maximaler Verfügbarkeit bereitzustellen.

Router
Ein Router ist ein Gerät, das mit mindestens zwei Netzwerken verbunden ist, die den nächsten Netzwerkpunkt bestimmen, an den ein Paket weitergeleitet wird. Die Entscheidung, wie jedes Informationspaket gesendet werden soll, wird auf Grundlage des aktuellen Verständnisses der Netzwerke getroffen, mit denen der Router verbunden ist.

RTP oder Real-Time Transport Protocol
Ein Internet-Protokoll zur kontinuierlichen Übertragung von audiovisuellen Daten für End-to-End-Netzwerkverbindungen.

SIP oder Session Initiation Protocol
Ein Netzprotokoll für Internetkonferenzen, Telefonie und Instant-Messaging. Es handelt sich um ein Anfrage-Antwort-Protokoll, das Anfragen von Clients und Antworten von Servern behandelt und eine interaktive Benutzer-Session initiiert.

SIP-Trunking
Die Verwendung von VoIP, meist um die Verbindung einer PBX mit dem Internet zu ermöglichen, bei der das Internet an die Stelle eines herkömmlichen Telefonanschlusses tritt. Damit wird es Unternehmen ermöglicht, weltweit mit traditionellen PSTN-Teilnehmern durch Verbindung mit einem ITSP (Internet Telephony Service Provider) zu kommunizieren. SIP-Trunking kann Kosten sparen und Dienste für eine IP-Telefonanlage anbieten.

Soft Phone / Softphone
IP-Telefoniesoftware, die es Endbenutzern ermöglicht, Anrufe über einen Computer oder ein Handheld-PC-Gerät (PDA / persönlicher digitaler Assistent) über das Internet zu senden und zu empfangen. Ein Softphone wird meist zusammen mit einem Headset und Mikrofon verwendet, es werden viele kostenlose Softphone-Optionen angeboten.

Softswitch
Softswitch ist eine Netzwerkkomponente, die Verbindungen an der Verbindungsstelle zwischen Leitungs- und Paketnetzen verfolgt, überwacht oder regelt. Diese Software wird in Computer geladen und hat in den meisten Telekommunikationsnetzen die Funktion der Hardwareschalter übernommen.

Switch / Verteiler
Ein Switch ist eine Vorrichtung, die die Geräteadressen (MAC) aller angeschlossenen Geräte aufzeichnet und die an Eingangsports eingehenden Daten an den spezifischen Ausgangsport leitet, der die Daten zu ihrem vorgesehenen Ziel weiterleitet.

T-1
Nordamerikanischer digitaler Standard für die Übertragung von Telefonie- und Datenkommunikation mit hoher Kapazität. Bei der Telefonie stellt T-1 eine 1.544 Mbit/s-Verbindung bereit, die in 24 diskrete, 64 Kpbs große Kanäle in Sprachqualität aufgeteilt ist. Im Bereich der Datenkommunikation werden T-1-Verbindungen verwendet, um CPE-Router (Teilnehmernetzgeräte) direkt mit dem Internet zu verbinden, sowie für private Datennetzwerke oder VPN-Schaltungen.

Unified Communications bzw. UC
Die Integration von Echtzeit-Kommunikationsdiensten wie Instant Messaging (Chat), Präsenzinformationen, Telefonie (einschließlich IP-Telefonie), Videokonferenzen, Datenaustausch (einschließlich webverknüpfter elektronischer Whiteboards bzw. IWB oder Interactive White Boards), Anrufsteuerung und Spracherkennung mit Nicht-Echtzeit-Kommunikationsdiensten wie Unified Messaging (integrierte Sprachnachrichten, E-Mail, SMS und Fax). UC beschreibt nicht unbedingt ein bestimmtes Produkt, sondern ein Bündel von Produkten, das eine einheitliche Benutzeroberfläche und -erfahrung über mehrere Geräte und Medientypen bereitstellt.

Unified Messaging
Unified Messaging ist die Integration verschiedener Technologien für elektronische Nachrichten und Kommunikationsmedien (E-Mail, SMS, Fax, Sprachnachrichten, Video-Messaging usw.) in eine einzige Schnittstelle, die von einer Vielzahl verschiedener Geräte aus zugänglich ist. Während herkömmliche Kommunikationssysteme Nachrichten an verschiedene Speicherformen wie Sprachnachrichtensysteme, E-Mail-Server und eigenständige Faxgeräte lieferten, werden beim Unified Messaging sämtliche Arten von Nachrichten in einem System gespeichert. Sprachnachrichten können beispielsweise direkt im Posteingang des Benutzers zugestellt und über ein Headset oder den Lautsprecher des Computers abgespielt werden. Dies steigert die Benutzerfreundlichkeit (ein Ort zum Abrufen von Nachrichten) und bietet neue Optionen für Arbeitsabläufe wie das Anhängen von Notizen oder Dokumenten an weitergeleitete Sprachnachrichten.

Virtuelles Callcenter
Das Konzept, bei dem sich Netzwerk- und Agentenressourcen an mehreren physischen Standorten befinden, das aber so funktioniert, als ob sich alle Ressourcen an einem einzigen Standort befinden.

VoIP / Internet-Protokoll-Telefonie/ Internet-Telefonie
Die Übertragung von Sprache über das Internet als digitale Datenpakete und nicht über die traditionellen, leitungsgebundenen Protokolle des öffentlichen Telefonnetzes (PSTN). VoIP verwendet das Echtzeit-Protokoll (RTP), um sicherzustellen, dass die Datenpakete durchgängig und in Echtzeit übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie unter „Was ist VoIP?“.

VoIP-Gateway
Ein Netzwerkgerät, das Sprach- und Faxanrufe in Echtzeit aus dem öffentlichen Telefonnetz (PSTN) für die Übertragung ein IP-Netz umwandelt.

Sources:

Evolve IP

cloudtimes.org

webopedia.com

Cloudglossary.com

Patton’s VoIP Glossary

Voipmechanic.com’s Glossary for VoIP Associated Terms